Intensive Bezugsbetreuung und Krisenmanagement
Wir arbeiten im Bezugsbetreuersystem: Die Bezugsbetreuer/innen gehen speziell auf ihre Jugendlichen ein, indem sie sie begleiten und sich kontinuierlich mit ihnen auseinandersetzen.
Insbesondere im Hinblick auf Erstellung und Ausgestaltung des individuellen
Handlungsplan ist der Bezugsbetreuer gemeinsam mit seinem Jugendlichen vorbereitend, vertiefend und gestaltend tätig. Darüber hinaus ist der Bezugsbetreuer für den bedarfsgerechten Kontakt zu den Eltern, behandelnden Ärzten, Therapeuten, Beratern, dem Klassenlehrer, dem Arbeitgeber, dem zuständigen Jugendamtsvertreter seines Jugendlichen verantwortlich.
Durch das Bezugsbetreuersystem wird
Beziehungskonstanz gewährleistet. Die Jugendlichen erleben, dass es jemanden gibt, der die Schwierigkeiten mit ihnen durchsteht, nicht aufgibt, sondern immer wieder gemeinsam mit ihnen nach Perspektiven sucht. Im geschützten Rahmen des intensiven Kontakts zwischen Jugendlichem und Bezugsbetreuer entsteht das notwendige Vertrauen, sich den vielen, für den Jugendlichen oft neu erlebten Herausforderungen des komplexen Alltags zu stellen. Der Jugendliche kann sich innerhalb klarer Abläufe und deutlicher Strukturen seinem aktuellen Hintergrund entsprechend ausprobieren und seine Erfahrungen zeitnah be- und verarbeiten. So übt er neues, konstruktives Bewältigungsverhalten ein.
Auch Krisen gehören zum Alltag. Die Bezugsbetreuer/innen erarbeiten im Voraus für ihre Jugendlichen ein
individuelles Krisenmanagement-Konzept. Dabei wird geklärt, welche Personen, welche Betreuungssettings und welche Maßnahmen die Jugendlichen am ehesten erreichen können. Gleichzeitig wird geprüft, ob medikamentöse Unterstützung sinnvoll ist. So bleiben wir handlungsfähig und die Jugendlichen erleben, dass es auch nach Krisen weitergehen kann.
Für kurzfristige Interventionen in Krisen (»Auszeit«) stehen außerdem kooperierende Einrichtungen aus dem IKH-Verband als Unterbringungsmöglichkeit zur Verfügung.
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