Ohne Bewegung keine Veränderung
Wir nehmen Jugendliche auf, die in ihrem delinquenten Verhalten verhaftet sind. Ihre Gefühllosigkeit und die dadurch mögliche Enthumanisierung ihrer Opfer sind wesentliche Bedingungsfaktoren für ihre Gewalttätigkeit. Durch die Lösung der von uns gestellten Aufgabe zeigen sie Bereitschaft, sich zu verändern. Für Veränderung ist Bewegung notwendig.
Wir nehmen das wörtlich. Die Betreuer bewegen sich regelmäßig gemeinsam mit den Jugendlichen: Sie joggen, schwimmen, spielen Fußball ... Darüber spüren die Jugendlichen ihren Körper. Sie erleben u.a ihren aktuellen Fitnessstand, ihre Belastungsgrenze, ihre Anstrengungsbereitschaft, ihren Konditionszuwachs ...
Über ihre Körpererfahrung findet ein gemeinsamer Austausch statt, der dann gelingt, wenn die Erwachsenen mit den Jugendlichen in Kontakt sind. Die Kombination aus regelmäßiger Bewegung und Erfahrungsaustausch fördert die Beweglichkeit von Körper und Geist. Sie erleichtert auch den Zugang zu den verdrängten Gefühlen der Jugendlichen und eröffnet uns Möglichkeiten, an deren zu schwach ausgebildeter bzw. fehlender Empathie zu arbeiten. Die Fähigkeit zu emphatischem Verhalten ist eine wesentliche Voraussetzung für den Ausstieg aus der Gewalttätigkeit.
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